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"Dass es bei der DFG Coaching und Teamentwicklung gibt,
ist etwas Außergewöhnliches.”

Schon in ihrer Zeit als Pflegekraft hat die gelernte Krankenschwester Marion gemerkt, dass die Qualität der Versorgung der Klient*innen maßgeblich davon abhängt, wie gut das Pflegeteam miteinander arbeiten kann. „Je besser ein Team funktioniert, desto lieber geht man zur Arbeit und desto öfter ist man bereit, mit ganzem Einsatz für die Klient*innen da zu sein”, erzählt sie. Deswegen hat Marion Weiterbildungen absolviert und ist heute als Coach, Beraterin und Mediatorin für die Entwicklung von Teams und Führungskräften der Region Süd zuständig. Seit dem 16. Januar 2022 wird sie dabei auch von ihrer neuen Kollegin Manuela unterstützt. Im Interview berichtet sie von den Herausforderungen und Chancen des Coachings.

“Die größte Schwierigkeit ist immer die Kommunikation.”

Immer, wenn Führungskräfte merken, dass es in ihrem Team nicht so ganz rund läuft, ist Marion zur Stelle. Gemeinsam mit den Teammitgliedern und den Führungspersonen analysiert sie dann in einem mehrmonatigen Prozess die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen sowie die Teamdynamik. Gemeinsam erarbeiten sie anschließend einen Aktionsplan.

„Die größten Schwierigkeiten sind immer die Kommunikation und der Umgang miteinander”, erzählt Marion. Und dies lässt sich nur von innen heraus lösen. „Ich weiß, die Mitarbeiter*innen kennen ihr Team am besten. Sie können die Situation und die Probleme am besten einschätzen und darauf baut auch mein Vorgehen auf”, sagt sie.

Alle sollen gesehen werden

Zu Marions Aufgaben gehört auch, in besonderen Fällen, die Planung und Konzeptionierung von Mitarbeiter*innen-Events. Bei diesen Events geht es darum, zu hören, wie es den Mitarbeitern geht, sie wahrzunehmen und miteinander zu feiern. “ Während eines solchen Events wird dann gemeinsam erarbeitet, unter was der Mitarbeiter braucht, um gerne zur Arbeit zu kommen und was jedem einzelnen Wichtig ist”, erklärt die Teamentwicklungsexpertin. „Dann wird natürlich auch zusammen gefeiert, um eine schöne Zeit miteinander zu verbringen.”

Marion teilt die Last der Mitarbeiter*innen

Auch die Führungskräfte selbst können sich mit ihren Anliegen an Marion und ihre Coaching-Kolleg*innen wenden, wenn sie vor Herausforderungen stehen, bei denen sie externe Unterstützung in Anspruch nehmen wollen. „Gerade während der Corona-Situation ist die Last auf den Schultern der Mitarbeiter*innen und der Führungskräfte natürlich ganz deutlich zu spüren”, berichtet Marion. „Das mitzuerleben und nachzuempfinden ist immer wieder eine große Herausforderung für mich.”

Geht es den Pflegekräften gut, ist auch die pflegerische Versorgung gut

Umso wichtiger ist es, dass es engagierte Coaches wie Marion gibt, die sich um die Zufriedenheit der Kolleg*innen kümmern und auch in schwierigen Situationen Lösungswege finden. „Dass die DFG großen Wert auf die Mitarbeiter*innenentwicklung legt, ist auf jeden Fall etwas Außergewöhnliches, das es in anderen Organisationen so nicht gibt”, sagt sie. “Ich glaube, dass es langfristig auch gar nicht anders geht.” Gerade Pflegeberufe verlangen den Beschäftigten sehr viel ab und der Bedarf nach Unterstützung ist groß. „Die herausragende Qualität von uns Pflegekräften besteht darin, auf andere Menschen schauen zu können, den anderen wahrzunehmen. Die Schwierigkeit dabei ist, dass wir uns darüber selbst vergessen, unsere eigenen Bedürfnisse nicht zu erkennen.” Gute Pflege ist aber nur dann möglich, wenn es auch den Pflegekräften gut geht. Damit dies gewährleistet werden kann, hat die DFG diesen Bereich mit Manuela Seitz sogar weiter ausgebaut. Beispielhafte Themen innerhalb eines Coachings könnten sein: Umgang mit Stress, kritische und schwierige Gespräche führen, gute Entscheidungen treffen und umsetzen, Nein-Sagen lernen. Alle Führungskräfte der Region Süd dürfen gerne mit ihr und ihrer Kollegin in Kontakt treten und ihre Angebote in Anspruch nehmen.